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Abschluss in der Tasche – Tipps zum richtigen Bewerben!

Es gibt kaum eine Lebensphase, die so prägend für das spätere Leben ist, wie das Studium. Ein Studium stellt eine Leistung dar, auf die Du stolz sein kannst. In mehreren Semestern hast Du dem Druck standgehalten, und durch ständiges Lernen die Prüfungen bestanden – und dann auch noch eine Abschlussarbeit zu einem speziellen Thema geschrieben. Doch auf Deinen Lorbeeren darfst Du Dich nicht ausruhen. Ein gelungener Einstieg ins Berufsleben ist keine Selbstverständlichkeit und setzt eine wohlüberlegte Bewerbungsphase voraus. Worauf Du genau achten musst und wie eine gute Bewerbung aufgebaut ist, erfährst Du im folgenden Artikel. 

Bewerbungstipp Nr. 1: Rechtzeitig auf die Bewerbung vorbereiten!

Auch wenn die Bachelor- oder Masterarbeit drängt und die Abschlussprüfungen viel Zeit für das Lernen erfordern, solltest Du Dich rechtzeitig mit dem Thema Bewerbung auseinandersetzen. Denn es ist eher üblich, dass Du erst nach 2 – 3 Monaten eine Rückmeldung auf Deine Bewerbungen erhältst. Fang am besten ca. 6 Monate vor Studienende an, Dir Gedanken um die Bewerbung zu machen. Typische Fragen, die Du Dir selbst stellen solltest, sind unter anderem:

  1.  Wo möchte ich später arbeiten – und warum
  2.  Welche Branchen sind vielversprechend und in welchen erreiche ich am ehesten meine Wunschstelle   bzw. mein  persönliches Karriereziel?
  3.  Welche Art von Bewerber/innen werden aktuell gesucht, und auf welche Merkmale kommt es   potenziellen Arbeitgebern an?
  4.  Wie sind die Einstiegsgehälter und deren Entwicklung?
  5.  Lohnt sich ein Einstieg als Trainee, oder doch eher der Direkteinstieg?

Wenn Du diese Fragen schlüssig und möglichst vollständig für Dich selbst beantwortet hast, kannst Du Dich an das Anfertigen von Bewerbungen machen!

Bewerbungstipp Nr. 2: Die größten Fehler, die Du vermeiden solltest!

Absolventen können schon ganz ordentlich ins Fettnäpfchen treten – obwohl sie gerade beim Berufseinstieg alles richtig machen wollen! Hier nun eine kleine Auswahl an Fehlern, die Absolventen bisher schon die ein oder andere Einladung in ein Vorstellungsgespräch gekostet haben:

    1. „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll und verfasse eine Nacherzählung meines Lebenslaufes! Nach meinem Abitur hab ich mein Studium angefangen. Während des Studiums hab ich gearbeitet. Jetzt bin ich bald fertig und deswegen Ihr optimaler Kandidat!“
      Diese Variante überzeugt eher nicht.
    2. „Sie suchen nach einer offenen Person als Trainee? Hier bin ich!“ Rhetorische Fragen sind ein absolutes No-Go bei eurer Bewerbung! Zum einen weiß jeder Personaler selbst ganz gut, was er für einen Angestellten/Trainee sucht, des Weiteren kann jeder in der Stellenausschreibung lesen, was gesucht wird.
    3. „In meinem Studium XY war ich die/der Beste, ebenso wie in meinem Praktikum. In dem Laden lief nichts ohne mich!“ Gefolgt von vielen weiteren Superlativen. Natürlich sollt ihr zeigen, dass ihr perfekt für die Stelle seid – aber maßlose Übertreibungen sind vollkommen fehlgeleitet. Zumal jeder an euren Zeugnissen ablesen kann, wie gut ihr tatsächlich gewesen seid.
    4. „In meinen bisherigen Aufgaben bin ich eigentlich ganz gut gewesen. Sozial bin ich, glaub ich, auch. Ein wenig praktische Erfahrung bringe ich vielleicht mit, kommt darauf an, wie Sie das einschätzen.“ Das komplette Gegenteil zum vorherigen Punkt, also die maßlose Untertreibung aus Angst, jemand könnte dann zu viel von euch verlangen, ist auch verkehrt.
    5. Pimp my Vita! Von Januar bis Oktober 2010 habt ihr viel in eure Freizeit investiert und euch mehr sozial engagiert, anstatt Sprossen an eure Karriereleiter zu schrauben? Dann bleibt im Lebenslauf ehrlich und fingiert keine Praktika oder Ähnliches, denn irgendwann kommt auch an dem Punkt die Wahrheit ans Licht.

Kurzum: Bleib inhaltlich bei den Tatsachen und fang nicht an, Dich als Clark Kent oder Bruce Wayne auszugeben. Ebenso solltest Du Dich nicht schlechter machen, als Du bist. 

Bewerbungstipp Nr. 3: Ein passender Inhalt und eine korrekte Form überzeugen!

Von Akademikern erwarten die Arbeitgeber viel. Um den hohen Ansprüche an Deine Bewerbung gerecht zu werden, solltest Du auf die folgenden Punkte achten:

      1.  Einhaltung der Formalia (z. B. korrekte Ansprechpartner, passende Anrede und Schlussformeln etc.).
      2.  Einwandfreie Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.
      3.  Angemessene Sprache mit sinnvollem Inhalt.
      4.  Trennung von wichtiger und weniger relevanter Information.
      5.  Passgenaue Bewerbungsunterlagen für den spezifischen Arbeitgeber.
      6.  Verzicht auf Standardsätze und Bewerbungsfloskeln.
      7.  Einnahme einer positiven Perspektive.

Grundsätzlich müssen Deine Bewerbungsunterlagen zu Dir selbst passen, also individuell und zugleich auch auf den Arbeitgeber zugeschnitten sein. Du musst mit dem Anschreiben eine Passgenauigkeit zwischen Euren Fähigkeiten, gepaart mit Eurem Potenzial sowie Eurer Motivation und der vakanten Stelle herstellen. Die im Anschreiben getätigten Aussagen müssen wiederum vom Lebenslauf bestätigt werden. Insgesamt gesehen ist eine Bewerbung eine abgerundete Sache, die keine offenen Fragen aufkommen lassen darf. Mit den typischen Bewerbungsvorlagen erreicht ihr in der Regel nichts und könnt Euch zumeist schon dann freuen, wenn ihr überhaupt eine Absage bekommt. Mühe und Sorgfalt lohnen sich also immer, wenn es um die Bewerbung für die erste Stelle nach dem Studium geht!

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