Start Masterstudiengang – eine akademische Ausbildung mit vielen Facetten

Masterstudiengang – eine akademische Ausbildung mit vielen Facetten

Nicht für jeden macht ein Master Sinn

Student und Studentin mit Laptop vor einer Tafel
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Erst einmal zur grundsätzlichen Erklärung, da es seit 2010 in der Welt der Hochschulen und Studiengänge einige einschneidende Veränderungen gegeben hat: ein Master ist ein akademischer Grad, den Studierende erwerben können, nachdem sie ein Grundstudium absolviert haben, den sogenannten Bachelor. Dieser ist Voraussetzung, um überhaupt an einem Masterstudium teilnehmen zu können. Die Dauer eines Masterstudiums beträgt in der Regel 2-4 Semester und dient der beruflichen Spezialisierung oder dem Ausbau einer wissenschaftlichen Karriere. Nur wer diese Ziele anstrebt, sollte sich ernsthaft mit dem Gedanken an einen Masterstudiengang beschäftigen. Denn wer gar nicht so genauso weiß, ob er in der Wissenschaft bleiben möchte oder ob er sich in seinem gewünschten Berufsfeld spezialisieren möchte, der sollte besser den direkten Einstieg ins Berufsleben zur Orientierung wählen. Den Abschluss eines Masters kann man später immer noch machen zum Beispiel mit einem Dualen Masterprogramm, das Beruf und Studium miteinander verbindet. Aber nur um erst mal weiter zu studieren oder sich die Frage zu beantworten, welcher Beruf ist eigentlich der Richtige für mich, ist der Master absolut nicht geeignet. Studenten sollten sich im Vorfeld genau darüber im Klaren sein, was sie später mit Ihrem Abschluss anfangen möchten.

Konsekutive und weiterbildende Studiengänge – bitte was?

In Deutschland wird unterschieden in konsekutive Masterstudiengänge und einem weiterbildenden Studiengang. Ersterer baut auf einem zuvor absolvierten speziellen Bachelorstudiengang auf. Er dient entweder der fachlichen Fortführung oder Vertiefung, kann aber auch eine Fachübergreifung beinhalten, dabei muss aber der Fachzusammenhang zum Bachelor bestehen. Für die zweite, weiterbildende Variante müssen Interessierte nach ihrem Studium mindestens 1 Jahr beruflich tätig gewesen sein. Denn bei dieser Form des Masters wird Bezug genommen auf die beruflichen Erfahrungen und die Praxis erfährt eine Ergänzung durch die wissenschaftliche Vertiefung der Thematik. Von den Anforderungen her, gibt es keine Unterschiede zwischen einem konsekutiven und einem weiterbildenden Studiengang. Außerdem führen sie zum gleichen Qualifikationsniveau und identischen Berechtigungen.

Die Karriereleiter schneller erklimmen mit einem Master

Wer sich für einen der zahlreichen Masterstudiengänge entscheidet, der tut dies um wissenschaftlich zu arbeiten, sein fachspezifisches Wissen zu vertiefen oder sich neues Wissen aus einem anderen Bereich anzueignen. Generell haben aktuelle Gehaltreports ergeben, dass Arbeitnehmer mit einem Masterstudium später schneller erfolgreich in vielen Firmen sind, als diejenigen, die im selben Sektor arbeiten und diese Qualifikation nicht haben. Damit einher geht selbstverständlich auch die finanzielle Entlohnung, so dass es oftmals auch zu Gehaltsunterschieden kommt. Und dies nicht erst mit der Erreichung einer höheren Position, sondern schon beim Einstiegsgehalt im ersten Job nach dem weiterführenden Studium an einer Universität.

Es gibt allerdings auch die Berufsgruppen, die keine Entscheidungsfreiheit haben, hinsichtlich Master ja oder nein, denn sie sind gezwungen einen Master zu machen, um überhaupt in ihrem Wunschberuf arbeiten zu können. Dies gilt für Lehrer und den höheren öffentlichen Dienst genauso wie für Wissenschaftler, die oft ohne Promotion in den meisten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der großen Unternehmen nicht eingestellt werden.

Abschlüsse und deren Bezeichnungen beim konsekutiven Master

Die verschiedenen Abschlüsse, die in Deutschland erworben werden können, sind für viele Studenten und auch deren spätere Arbeitgeber noch recht neu und ungewohnt. So haben jüngste Umfragen ergeben, dass beim Lesen eines Lebenslaufs die Personalverantwortlichen in vielen Unternehmen zum Beispiel die Abkürzung B.A. mit Berufsakademie assoziieren und nicht mit dem Bachelor of Arts. Für beide Seiten gilt also, sich umfassend zu informieren und sich mit den Bedeutungen der zahlreichen Abschlüsse vertraut zu machen. Eine kurze Übersicht für den konsekutiven Master soll dabei helfen: