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Praktikum im Ausland für Studenten – Länder, Branchen & Vorbereitung

Wohin, wie lange und warum überhaupt?

Praktikum mit Stift auf Papier geschrieben

© styleuneed – Fotolia.com

Ein Praktikum im Ausland ist eine gute Alternative zu herkömmlichen Sprachreisen – vor allem für diejenigen, die bei einem Aufenthalt im Ausland nicht nur die Sprachkenntnisse vertiefen, sondern auch noch praktische Erfahrungen sammeln oder eine gute Tat vollbringen möchten. Generell unterscheidet man dabei in verschiedene Arten von Praktika im Ausland, zum Beispiel in ein bezahltes – oder unbezahltes Praktikum oder auch in ein freiwilliges- oder Pflicht-Praktikum. Ganz unabhängig von diesen möglichen Arten bietet ein Auslandspraktikum eine ganze Reihe von Vorteilen, mit denen man sich ideal auf die Berufswelt vorbereiten – und auch die eigene Persönlichkeit besser kennenlernen und bilden kann.

Praktikum im Ausland: Länder und Branchen

Länder und Branchen, in denen ein Auslandspraktikum absolviert werden kann, gibt es reichlich. Zu den Unternehmen, die ausländischen Studenten und Schülern solche Praktika anbieten, zählen insbesondere die der Medien-, der Banken-/Wirtschafts- und auch die der Sozialbranche, etwa zum Aufbau von Schulen und Krankenhäusern in Entwicklungsländern.

Als mögliche Länder, in denen ein Praktikum absolviert werden kann, kommen dabei prinzipiell fast alle infrage. Besonders beliebt sind dabei England und Frankreich sowie Südafrika, wenn es etwa um Praktika in der Modenbranche geht. Spanien und Italien sind für ein Praktikum im touristischen Bereich anerkannt. Neuseeland und Australien, aber auch Kanada sind für generelle Work & Travel -Aufenthalte bekannt sowie die USA (und auch hier Südafrika). Wenn es um Praktika geht, sind hier Bereiche der Medienbranche relevant. Ein Großteil des afrikanischen Kontinents und auch Indien hingegen sind beliebte Länder, um ein Praktikum im Entwicklungs- und sozialen Bereich zu absolvieren.

Besonders gefragt – sowohl auf Studenten- als auch auf Unternehmensseite – sind in erster Linie Auslandspraktika in der Medien-, der Wirtschafts- und der Tourismusbranche. Bei allen diesen Sektoren spielen der Kontakt zu anderen Menschen, das Knüpfen von Kontakten im Sinne des Networkings, sowie eine umfangreiche Kenntnis mindestens einer Fremdsprache, meist Englisch, eine enorm große Rolle. Nur, wer diese Skills mitbringt, hat auch nach dem Studium und zu Hause gute Chancen, einen erstklassigen Job zu ergattern. Kaum eine Redaktion und kaum ein Wirtschaftsunternehmen stellen heute noch Absolventen ein, die weder praktische- noch Auslandserfahrung mitbringen. Und ein Praktikum im Ausland – oder gleich mehrere Praktika – bieten dabei eine tolle Kombination aus beidem. Und ganz nebenbei sammelt man natürlich ganz persönliche Erfahrungen und Eindrücke.

Guide für die richtige Planung und Bewerbung

Ein so großes Unterfangen wie ein Praktikum im Ausland bedarf natürlich einiger Planung, die frühzeitig aufgenommen werden möchte. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Praktikum? Wie lange soll das Auslandspraktikum dauern? Was mache ich derzeit mit meinem Studium? Welche Voraussetzungen müssen fürs Auslandspraktikum erfüllt werden? Ist Work & Travel durch Australien oder Neuseeland vielleicht die bessere Alternative? Diese und weitere Fragen gilt es natürlich zu klären. Im Folgenden gibt es einen kleinen Guide, der die wichtigsten Planungsfragen für ein Praktikum im Ausland thematisiert:

  • Der Faktor Zeit: Am besten beginnt man mindestens ein Jahr im Voraus mit dem Sammeln von Informationen sowie den Vorbereitungen zur Reise und zum Praktikum. Denn wer etwa nach Neuseeland/Australien, Südafrika, Kanada, etc. reisen möchte, muss frühzeitig Kontakt zu den Behörden aufnehmen, um zum Beispiel ein Visum zu beantragen. Zudem gibt es noch jede Menge zu regeln!
  • Wann und wie lange?: Zu den ersten Fragen, die man sich im Zuge der Planung des Praktikum im Ausland stellen sollte, gehört die nach dem Wann und dem Wie lange? Wird ein fester zeitlicher Rahmen abgesteckt, kann die weitere Planung darauf aufbauen. So muss für diesen Zeitraum gegebenenfalls Urlaub oder ein Urlaubssemester beantragt werden, das BAföG-Amt muss informiert werden, die Wohnung muss gekündigt oder untervermietet werden und auch der Auslands-Versicherungsschutz muss für die Dauer des Auslandsaufenthalts beantragt werden.
  • Welche Art des Praktikums?: Praktika gibt es prinzipiell wie Sand am Meer, doch nicht alle werden bezahlt. Bestehen genügend Rücklagen, um Unterkunft und Unterhalt im Ausland auch ohne ein Praktikumsentgelt zu zahlen? Zudem sollte man, sofern es sich um ein Pflichtpraktikum handelt, klären, inwiefern das angestrebte Praktikum tatsächlich im Studium anerkannt wird und gegebenenfalls sogar mit in die Regelstudienzeit eingerechnet wird.
  • Die erste Information: Nachdem der Zeitraum und das Ziel abgesteckt wurden, sollte man mit Agenturen in Kontakt treten, die Praktika im Ausland vermitteln. Die meisten dieser Agenturen listen dabei unzählige Unternehmen verschiedener Branchen auf der ganzen Welt, so dass man auch in Neuseeland, Australien, Südafrika oder Kanada eine Stelle finden kann. Die Agenturen bieten meist den Service, dass sie selbst den Kontakt zu den Unternehmen aufnehmen – oder dass eine Bewerbung über sie erfolgen kann. Gegebenenfalls fallen dafür Kosten an. Hilfreich kann es auch sein, mit anderen Informationen auszutauschen, die bereits den Service solcher Agenturen genutzt – und ein Praktikum im Ausland absolviert haben. Sei es im Freundeskreis oder in Online-Foren.
  • Voraussetzungen: Ehe man sich dann endlich bewerben kann, sollte man überprüfen, ob man auch die Voraussetzungen erfüllt, die das gewünschte Unternehmen an seine Bewerber stellt. So stellen viele ausländische Firmen etwa nur Praktikanten zwischen 18 und 30 Jahren ein.
  • Die Bewerbung: Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch bei Bewerbungen um ein Praktikum im Ausland. Zunächst sollte man sich also über Aufbau, Anordnung und Formalien im jeweiligen Land informieren, anschließend die Formulierung in sicherem Englisch, bzw. der Landessprache, aufnehmen. Die fertige Bewerbung unbedingt gegenlesen lassen, um Fehler zu vermeiden!
  • Der Rest der Planung: Hat man eine ersehnte Zusage erhalten, gilt es, die Reise endgültig zu planen. Eine Unterkunft muss gesucht – und die Flüge müssen gebucht werden, das Visum beantragt – und die Versicherung abgeschlossen werden und schließlich muss auch das Gepäck wohl durchdacht werden, schließlich gibt es bei den Fluggesellschaften Begrenzungen hinsichtlich des Gewichts des Gepäcks. Die Finanzierung sollte man dabei natürlich immer im Auge behalten, gegebenenfalls kann man sich um spezielle Auslandsstipendien oder Bildungskredite bewerben, um die Reise zu finanzieren.

 

Die Vorteile eines Auslandspraktikums:

Ein Praktikum im Ausland bietet eine Reihe von Vorteilen, darunter etwa:

  • Die ideale Verknüpfung von Sprachtraining und praktischer Erfahrung im Job beim Auslandspraktikum
  • Das Kennenlernen einer Branche
  • Das Knüpfen von (internationalen) Kontakten, die für die spätere Karriere von Vorteil sein können
  • Die Steigerung der Chancen auf einen spätere gutbezahlten Job
  • Die Reifung der eigentlichen Persönlichkeit
  • Der Schritt in die Selbstständigkeit durch das Auslandspraktikum
  • Eine ganze Menge neuer Erfahrungen
  • Das Leben in einer fremden Stadt
  • Die Integrierbarkeit ins Studium
  • Die vergleichsweise kurze Dauer (gegebenenfalls) eines Auslandspraktikum im Vergleich zu beispielsweise einem Auslandsemester oder –jahr.
  • Das Kennenlernen von Land und Leuten, z.B. bei Work & Travel in Neuseeland oder Australien