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Auslandsstudium – Weiterbildung in fremden Ländern

Die meisten Unternehmen setzen heute voraus, dass Hochschulabsolventen über einschlägige Berufserfahrung (zum Beispiel durch Praktika) sowie sehr gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Dabei ist es nicht selten der Fall, dass sogar Auslandsaufenthalte, bei denen die Sprachkenntnisse vertieft und gleichzeitig praktische Erfahrungen gesammelt werden können, in einer Stellenausschreibung als Einstellungskriterium auftauchen. Das Studium bietet dabei einige Möglichkeiten, sich im Ausland weiterzubilden – von einem Auslandssemester bis hin zur Sprachreise. Gleichzeitig bieten die Universitäten und auch der Bund dazu finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien oder Ähnlichem an, um den Studenten eine bestmögliche Ausbildung ermöglichen zu können. Ansätze für Entwicklungstrends zu einem studienbezogenen Auslandsaufenthalt gibt es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung hier.

Student

© Yuri Arcurs – Fotolia.com

Sprachreisen

Sprachreisen bieten den entscheidenden Vorteil, dass sie auch in kleinerem Umfang durchgeführt und so auch aus eigener Tasche finanziert werden können. An spezialisierten Sprachreisen verschiedener Dauer kann man bereits vor Studienbeginn oder während der Semesterferien teilnehmen. Sie werden von verschiedenen Anbietern in vielen unterschiedlichen Städten und Ländern veranstaltet. Meist besucht man dabei halbtags eine Sprachschule und kann den Rest des Tages nutzen, um Land und Leute kennenzulernen, die Feierkultur kennen zu lernen – oder auch einfach nur mal am Strand zu relaxen.


Praktikum im Ausland

Mit einem Praktikum im Ausland verhält es sich ähnlich wie mit Sprachreisen, auch sie können von kürzerer Dauer sein. Spezielle Agenturen vermitteln dabei deutsche Studenten an ausländische Unternehmen der Branchen, die in einer inhaltlichen Verbindung zum jeweils studierten Fach stehen. Als angehender BWLer kann man so beispielsweise in die Managementabteilung eines amerikanischen Unternehmens schnuppern. Für ein Praktikum im Ausland sollte man jedoch bereits ordentliche Sprachkenntnisse der jeweiligen Landessprache mitbringen, das erleichtert den Arbeitsalltag deutlich. Der besondere Vorteil solcher Praktika, die im Ausland absolviert werden, ist, dass nicht nur die (Fach-) Sprachenkenntnisse vertieft werden, sondern gleichzeitig auch fachrelevante Berufserfahrung gesammelt wird, die später den Einstieg in die Jobwelt erleichtern kann.

Auslandssemester

Nahezu alle Hochschulen nehmen an bestimmten Partnerprogrammen mit anderen, ausländischen Hochschulen teil, wie etwa dem Erasmus-Programm. Diese Initiativen sind dazu da, Studenten ein Auslandssemester zu ermöglichen. Der entscheidende Vorteil eines Auslandssemester ist, dass das Studium zu Hause nicht unterbrochen werden muss. Noch ausstehende Scheine können einfach an der Uni im Ausland absolviert werden. Erasmus oder ähnliche Programme unterstützen die Studenten dabei zum einen bei der Suche nach – und der Bewerbung an einer geeigneten Partneruni, andererseits leisten sie zudem auch finanzielle Unterstützung. Solche Programme verfügen über Informationseinrichtungen und spezialisierte Mitarbeiter an fast allen Unis und Hochschulen. Natürlich dient ein Auslandssemester auch dazu, Land und Leute näher kennenzulernen, auf eigenen Beinen zu stehen – und selbstverständlich die Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Studieren im Ausland

Wer bereits über sehr gute Englisch-, Französisch-, Spanisch- oder andere Sprachkenntnisse verfügt, der kann auch sein gesamtes Studium im Ausland absolvieren. Häufig findet man dort ganz andere oder noch spezialisiertere Studienangebote als in Deutschland. Allerdings sollte man im Vorfeld beachten, dass an vielen ausländischen Hochschulen die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten deutlich höher sind als hierzulande. Ursache dafür ist unter anderem, dass sich viele ausländische Hochschulen nicht in staatlicher -, sondern in privater Trägerschaft befinden. Wer sein Studium jedoch vollständig im Ausland absolviert, der darf sich auch aufgrund seiner jeweiligen Sprachkenntnisse gute Jobchancen ausrechnen. Und dank des Bologna-Prozesses werden Bachelor- und Master-Abschlüsse international anerkannt. Eine ausführliche Checkliste und Empfehlungen für ein Praktikum oder Studium im Ausland gibt es auf studis-online.de. Allerdings ist auch Deutschland ein beliebtes Land für ausländische Studierende. Sie waren im Wintersemester 2011/12 mit einen Anteil von 11,1 Prozent an den deutschen Hochschulen vertreten (Quelle Statista).